Die Basilika St. Peter in Rom – San Pietro in Vaticano
Ziel vieler Pilger und Kultur-Touristen ist das Zentrum des Vatikanstaats, der Petersdom. Im Jahre 324 ließ der römische Kaiser Konstantin über dem Grab des Apostels Petrus eine Basilika errichten, die im Laufe der Zeit immer wieder zerstört und restauriert wurde. Doch am 18. April 1506 begann man mit dem Neubau der Kirche. Der allererste Plan dafür wurde von dem berühmten Renaissance-Architekten Donato Bramante entworfen. Während der über 120 Jahre dauernden Bauzeit folgten noch viele weitere Architekten, bis im Jahre 1547 der inzwischen 72jährige Michelangelo Buonarroti die Leitung übernahm. Von ihm stammt nicht nur die legendäre Kuppel über dem Petrusgrab, sondern auch die Pietà-Statue im Inneren. Am 18. November 1626 wurde der Petersdom endlich eingeweiht. Er umfasst fünf Schiffe mit Säulengängen, die Vatikanischen Grotten mit 164 Papstgräbern, mehrere Kuppeln, 45 Altäre, ein Ziborium in der Sakramentskapelle, das Taufbecken und viele Mosaiken – unter anderem von dem berühmten Giotto gestaltet. Auf dem von Carlo Maderno gestalteten Portikus sind Bibelszenen dargestellt. Vermutlich war es Arnolfo di Cambio, der die Petrusstatue im Hauptschiff erschaffen hatte, deren Füße gerne von den Pilgern geküßt werden. Auch der große Lorenzo Bernini hat am Bau mitgewirkt: Unter anderem hat er den ovalen Petersplatz mit den prächtigen Kolonnaden geplant und die Cathedra Petri in der Apsis erschaffen. Der Papst hält hier seine Messen vor bis zu 60000 Besuchern.